Hier haben wir Ihnen Informationen bezüglich Schimmelbefall und den Orten an denen er häufig zuerst auftritt zusammengestellt.

Folgende Maßnahmen können Sie setzen, wenn Sie Schimmel an bestimmten Orten wie, Ecken, Möbeln, Fugen, im Keller, usw. auffinden.

Beschreibung
DER Klassiker schlechthin.

Viele unserer Kunden erleiden einen Befall mit Schimmelpilz, weil durch Platzmangel oder Unaufmerksamkeit ein Möbelstück (Kasten, Nachttisch, Kommode,…) zu dicht an einer Außenwand aufgestellt wurde.

Typisches Schadensbild
Der Befall wird meist entdeckt, wenn das fragliche Möbel etwas von der Wand abgerückt wird. In den meisten Fällen befindet sich das Möbelstück bis zu diesem Zeitpunkt nur wenige Zentimeter (ca. 1 – 5) von der Mauer entfernt.

Der Schimmelpilz wächst ziemlich gleichmäßig quadratisch oder rechteckig und nimmt bisweilen die Umrisse des Möbelstückes an. Oft äußert sich der Befall nicht als durchgehender Schimmelpilzrasen, sondern durch mehr oder weniger regelmäßig über die zuvor abgedeckte Fläche verteilte Punkte. Die Wachstumsphase des Schimmels erstreckt sich vor allem auf die kältere Jahreszeit, wenn die Aussentemperaturen sinken.

Ursache
Wände werden während der Heizperiode über die Luft erwärmt. Das heisst, die Luft nimmt Wärme aus der Heizung bzw. dem Radiator auf und gibt sie an die Wände ab. Wird die warme Luft durch ein Hindernis davon abgehalten, an die (Außen-) Mauer zu gelangen, kühlt diese unweigerlich aus. Sobald eine gewisse Grenze unterschritten wird, bildet sich Kondenswasser, welches dem Schimmelpilz dann erlaubt zu wachsen.

Achtung: Auch unprofessionell ausgeführte Isolierungen aus Styropor, Täferungen etc. wirken wie große Möbel. Meist gut gemeint, verschlimmern sie den Bewuchs mit Schimmel oft sogar noch. Auch heruntergehängte Decken mit Hohlraum dazwischen fallen in diese Ursachenkategorie.

Weitere Ursachen
Drei weitere Faktoren begünstigen und beeinflussen die Bildung von Schimmelpilz hinter Möbeln stark und sollten mitberücksichtigt werden:

1.) Staubablagerungen: Häufig finden sich hinter Möbeln starke Staub-, Schmutz- und Spinnwebenablagerungen, welche die Nährstoffgrundlage für den Schimmel bilden.

 2.) Zu hohe Luftfeuchtigkeit: Ist die Luftfeuchtigkeit allgemein erhöht, steigt der Taupunkt. Dies bedeutet, dass mehr und früher Kondenswasser entsteht.

Beispiel: Voraussetzungen für das Erreichen des Taupunkts

Lufttemperatur in °C – 20
Relative Luftfeuchtigkeit in % – 50
Wandtemperatur in °C – 9,3

Lufttemperatur in °C – 20
Relative Luftfeuchtigkeit in % – 60
Wandtemperatur in °C – 12,0

3.) Schwache Wärmedämmung: Je dünner die Dämmung der Mauer an der fraglichen Stelle ist, desto schneller kann Wärme abfließen. Ergo: Die Mauer kühlt schneller aus.

Nachweismethode(n)

Von Auge bzw. Schadensbildbetrachtung (siehe oben „typisches Schadensbild“).

Behebung
Das Entfernen von Schimmel sollte je nach Größe des Befalles mit geeigneter Schutzausrüstung erfolgen. Vor allem dann, wenn der Schimmelpilz sich über eine Fläche von mehr als 0,5 m2 erstreckt.

Vernebeln des Bereiches mit BioDes zum Abtöten des Schimmels und falls das Möbelstück noch nicht zu sehr angegriffen wurde den Schimmel mechanisch entfernen.

Bemerkung

Wird der Schimmelpilz fachgerecht entfernt, sowie das verursachende Möbelstück verschoben bzw. zukünftig mit gehörigem Abstand(20 cm bzw. zwei Faustbreiten) zu der Außenwand positioniert, ist die Ursache für den Schimmelbefall in den meisten Fällen behoben.

Weitere Informationen

Noch keine vorhanden.

Beschreibung

Unsere Fachberater werden mit diesem Problem fast so häufig wie mit Schimmel hinter Möbeln konfrontiert. Insbesondere in Schlafzimmern ist diese Art des Schimmelpilzbefalles weit verbreitet.

Typisches Schadensbild

Das Wachstum beschränkt sich auf die Ecken, häufiger an Außen- als an Innenwänden. An Boden und Decke verbreitert sich der Schimmelpilz gerne, was oft zu einem „Sanduhrförmigen“ Bild (breit-schmal-breit führt. Selten ist der Befall breiter als 40 – 50 cm.

Ursache

Selbst bei einem gut gedämmten Haus lässt es sich nicht vermeiden, dass an den Außenwandecken zwei Mauern aufeinander treffen. Sogenannte geometrische Wärmebrücke. Dadurch vergrößert sich die Außenfläche, was einen erhöhten Wärmeabfluss zur Folge hat. Dadurch kommt es an dieser Stelle zu einer stärkeren Auskühlung. Wird die Taupunkttemperatur unterschritten, bildet sich Kondenswasser und ermöglicht so Schimmelpilzen das Wachstum. In Bauwerken neuerer Bauweise wird mittels geschickt angebrachter Dämmwerkstoffen die Gefahr von Schimmelpilzbefall stark reduziert. Deshalb tritt Schimmelbildung aufgrund geometrischer Wärmebrücken häufiger bei älteren Gebäuden auf.

Weitere Ursachen
Sehr häufig betroffen sind die Schlafzimmer, da hier neben den Wärmebrücken noch gerne zwei weitere „Risikofaktoren“ für den Bewuchs mit Schimmel zusammenkommen:

1.) eine gegenüber den restlichen Wohnräumen oft reduzierte Temperatur (z.B. Wohnzimmer 20 Grad, Schlafzimmer 16 -18 Grad). Dadurch steigt automatisch die relative Luftfeuchtigkeit, da kühlere Luft nicht soviel Wasser aufnehmen kann wie wärmere.

2.) erhöhte Feuchtigkeit durch Schwitzen und Atmen (jeder Mensch verliert durch Schwitzen und Atmen zwischen 0,4 und 0,7 l Wasser pro Nacht). Wird diese Feuchtigkeit nicht jeden Morgen konsequent entfernt, siehe: Schimmelpilz und Luftfeuchtigkeit, kumuliert sich diese Feuchtigkeit im Raum und ist mitverantwortlich für den Schimmelbefall oder verschlimmert diesen.

Nachweismethode(n)
Die einfachste Methode ist das Identifizieren und Ausmessen von verdächtigen Stellen auf geometrische Wärmebrücken. Dies kann mit bescheidenem Aufwand sehr gut selber erfolgen.

Benötigt werden dazu: – Oberflächen-Infrarotthermometer, digitales Thermo-Hygrometer, evtl. Taupunkttabelle, Schreibzeug, Grundrissplan.

Externer Link: Feuchterechner (Vaysala)

Einschränkungen: Die Erfassung genauer Messergebnisse ist auf die kalte Jahreszeit/Heizperiode beschränkt. Im Sommer kann höchstens eine theoretische Berechnung aufgrund des k-Wertes der verwendeten Baustoffe erfolgen – allfällige Baumängel, Pfusch am Bau etc. werden dabei aber nicht erfasst.

Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn einige Tage lang mehr oder weniger gleichbleibend tiefe Temperaturen herrschen.

Mit dem Infrarotthermometer werden die verdächtigen Stellen ausgemessen und die Ergebnisse in der Grundrissskizze eingetragen. Aufgrund der Differenz zwischen höchstem und tiefstem Messwert können Wärmebrücken so identifiziert werden.

Die relative Luftfeuchtigkeit wird einerseits in der Mitte des Raumes ca. 1 m über Boden gemessen, andererseits möglichst nahe an den verschimmelten Stellen. Diese Differenz ermöglicht eine zusätzliche Einschätzung des Schimmelrisikos an einer fraglichen Stelle.

Wichtig: Entgegen der weitläufigen Meinung bildet sich Schimmelpilz genaugenommen nicht erst nach Unterschreiten der Taupunkttemperatur, sondern bereits ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 70% an der Wandoberfläche. Es kann also durchaus sein, dass ein Hygrometer in der Mitte des Raumes akzeptable Werte anzeigt, während einige Zentimeter neben der Mauer eine weit höhere Luftfeuchtigkeit herrscht. Dies gilt es unbedingt zu berücksichtigen.

Anmerkung: Noch genauere Messergebnisse liefert natürlich eine Thermografieaufnahme – diese Spezialgeräte stehen dem Laien allerdings in den meisten Fällen nicht zur Verfügung.

Behebung
Das Entfernen von Schimmel sollte je nach Größe des Befalles mit geeigneter Schutzausrüstung erfolgen und mit BioDes abgetötet. Vor allem dann, wenn sich der Schimmelpilz sich über eine Fläche von mehr als 0,5 m² erstreckt.

Wichtig für einen dauerhaften Erfolg der Schimmelsanierung ist die Nachbehandlung. Sind nur kleine Wärmebrücken vorhanden, genügt es in einigen Fällen, eine Beschichtung mit Sanosil Paint n‘ Dry ins Auge zu fassen. Bei ausgeprägten Wärmebrücken hilft aber nur ein gezieltes Dämmen. Sehr gut haben sich hierbei Keile aus Kalziumsilikatplatten bewährt. Dabei ist es nicht notwendig, stets die ganze Wand damit zu verkleiden, sondern gezielt nur die Wärmebrücken zu beheben. Fachgerecht angebracht verhindern diese Keile dann einzelne „Cold-Spots“, indem sie das Temperaturgefälle verteilen, besser ausgleichen und dabei nicht zu einer Taupunktverschiebung in Richtung (unbehandeltem) Wandzentrum führen.

Diese Arbeiten verlangen Einiges an baulicher Fachkenntnis. Totale Laien holen sich hierfür bevorzugt Hilfe durch einen erfahrenen Handwerker. Wir sind Ihnen gerne behilflich!

Wichtig: Gänzlich zu unterlassen ist der Versuch, mittels Styroporplatten selber eine Dämmung basteln zu wollen. In den meisten Fällen führen diese Basteleien zu einer Verschlimmerung des Problems!

Bemerkung
  1. Ausschließlich Schimmel bekämpfen: mangelhaft

  2. Schimmel bekämpfen und Luftfeuchtigkeit kontrollieren: ungenügend

  3. Schimmel bekämpfen, mit BioDes abtöten, (fachgerecht) entfernen und mit sowie Luftfeuchtigkeit kontrollieren: ausreichend

  4. Schimmel bekämpfen, (fachgerecht) entfernen, Wärmebrücken fachmännisch beheben sowie Luftfeuchtigkeit kontrollieren: gut

Weitere Informationen

BESCHREIBUNG

Beschreibung

Etwas weniger häufig, aber doch regelmäßig anzutreffen. Diese Art der Schimmelbildung sorgt bisweilen für recht rätselhafte Schimmelbildung an ungewöhnlichen Orten. Etwa weil unsichtbar direkt hinter der fraglichen Stelle in der Mauer ein Stahlträger (z.B. als Stützkonstruktion für einen Balkon) verläuft.

Typisches Schadensbild

Mysteriöse, bisweilen recht scharf abgegrenzte Bildung von Schimmelpilz an Orten wie z.B. mitten in einer Außenmauer, Rollladenkasten, Fensterlaibung etc. (Links und rechts davon keine Schimmelbildung). Ein Wasserschaden muss ausgeschlossen werden.

Ursache

Anders als die geometrische Wärmebrücke ist die konstruktive Wärmebrücke ihre Ursache in einer erhöhten Wärmeleitfähigkeit eines verbauten Werkstoffes (verglichen mit dem Umgebungsmaterial). Einige Werkstoffe (z.B. Metalle) leiten Wärme bedeutend besser als andere (Kunststoff, Holz). Wer einmal beim Saunagang vergessen hat, die Halskette abzulegen, begreift das Prinzip sofort 😉

Weitere Ursachen

… sind in diesem Fall sehr selten. Allerdings gilt auch hier, dass eine erhöhte Luftfeuchtigkeit das Risiko des Schimmelpilzbefalles auf energetisch kritischen Flächen enorm begünstigt.

Nachweismethode(n)

Durch Messungen mittels Infrarotthermometer in der kalten Jahreszeit. Analoges Vorgehen wie bei den geometrischen Wärmebrücken.

Behebung

BESCHREIBUNG

Bemerkung
Diese Art der Schimmelbildung erstreckt sich meist auf einen relativ kleinen, scharf abgegrenzten Bereich. Die Entfernung des Schimmels kann meist problemlos in Eigenregie erfolgen.

Um einen langfristigen Erfolg sicherzustellen, kommt man nicht umhin, die energietechnisch kritische Stelle durch bauliche Maßnahmen zu verbessern. Da dies aber immer individuelle Abklärungen durch einen Baufachmann bedarf, kann an dieser Stelle leider nicht näher darauf eingegangen werden.

  • Fachgerechte Schimmelbekämpfung ohne Behebung der Wärmebrücke: ungenügend

  • Fachgerechte Schimmelbekämpfung mit Behebung der Wärmebrücke: gut

Weitere Informationen

BESCHREIBUNG

Beschreibung

Meist nicht die alleinige Ursache , aber in ca. 70% aller Fälle stark mitschuldig an Schimmelbefall in Innenräumen.

Ursache

Hohe Feuchtigkeitsproduktion in Kombination mit falschem Lüften und/oder Heizen bzw. ungenügender Feuchtigkeitsabführung.

Weitere Ursachen

….sind in diesem Fall sehr selten. Allerdings gilt auch hier, dass eine erhöhte Luftfeuchtigkeit das Risiko des Schimmelpilzbefalles auf energetisch kritischen Flächen enorm begünstigt.

Nachweismethode(n)

Eine einfache, aber relativ ungenaue Methode ist das Messen mit einem kombinierten Thermo-/Hygrometer in der Mitte des Raumes ca. 1m ab Boden. Während der Heizperiode sollte aus Schimmeltechnischer Sicht die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit bei 20 Grad Celsius ca. 50% betragen (in Altbauten ca. 40%).

Behebung
Das Entfernen des Schimmels geschieht nach den Empfehlungen der Broschüre: Schimmelbekämpfung.pdf. Gleichzeitig wird aber mit Hilfe der weiter unten beschriebenen Tipps die Sanierung bzw. die Verhinderung der Schimmel – Neubildung unterstützt.

 

Heizen

  • Auch im Herbst und Frühjahr sollten (bei Anwesenheit) folgende Temperaturen eingehalten werden: Im Wohnzimmer, Kinderzimmer und in der Küche 20°C, im Bad 21°C, nachts im Schlafzimmer mindestens 16°C. Als Faustregel gilt: je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden.

  • Die Heizung auch bei Abwesenheit tagsüber nie ganz abstellen. Ständiges Auskühlen und Wiederaufheizen ist teurer als das Halten einer (minimal d.h. 2-3 Grad) abgesenkten Durchschnittstemperatur.

  • Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen tags und nachts geschlossen halten. Nicht vom Wohnzimmer das Schlafzimmer mitheizen. Das „Überschlagenlassen“ des nicht geheizten Schlafzimmers führt nur warme, d. h. feuchte Luft ins Schlafzimmer; diese schlägt dort ihre Feuchtigkeit nieder.

 

Lüften wann?

  • Grundsätzlich muss nicht nach der Uhr, sondern nach dem Hygrometer gelüftet werden. Übersteigt das Hygrometer während der Heizperiode ca. 50% relative Luftfeuchtigkeit, ist ein Luftwechsel fällig. Folgende Faustregeln haben sich aber bewährt:

  • Einmal täglich lüften genügt nicht. Vormittags und nachmittags nochmals die Zimmer lüften, in denen sich Personen aufgehalten haben. Abends einen kompletten Luftwechsel inkl. Schlafzimmer vornehmen.

  • Bei Abwesenheit über Tage ist natürlich auch das Lüften tagsüber nicht möglich, aber auch nicht nötig! Hier reicht es, morgens und abends richtig zu lüften.

  • Kondenswasser an den Fensterscheiben ist fast immer ein untrügliches Zeichen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Sofort Lüften!

Lüften wie?

  • Richtig lüften bedeutet: Alle Fenster und Türen kurzzeitig ganz öffnen (Querlüften). Stets einen kompletten Luftwechsel durchführen. Kippstellung der Fenster im Winter ist wirkungslos und verschwendet Heizenergie.

  • Die Mindestzeit für die Lüftung hängt vom Unterschied der Zimmertemperaturen zur Aussentemperatur ab und davon, wie stark der Wind weht. 5 – 10 Minuten sind ein guter Anhaltspunkt.

  • Je kälter es draussen ist, desto kürzer muss gelüftet werden

  • Selbst bei Windstille und geringem Temperaturunterschied reichen in der Regel 15 Minuten Stosslüftung aus.

 

Weitere Tipps

  • Bei innen liegendem Bad ohne Fenster auf dem kürzesten Weg (durch ein anderes Zimmer) lüften. Besonders nach dem Baden oder Duschen. (Die anderen Türen geschlossen halten.) Ventilatorenschächte verengen sich durch Staub- und Schmutzablagerungen im Laufe der Zeit und verringern so deren Leistung. Solche Kanäle regelmässig (mindestens alle 5 Jahre) professionell reinigen (lassen).

  • Grosse Mengen Wasserdampf (z.B. durch Kochen) möglichst sofort nach draussen ablüften. Auch hier durch Schliessen der Zimmertüren verhindern, dass sich der Dampf in der Wohnung verteilt.

  • Wenn Wäsche in der Wohnung getrocknet werden soll, muss dieses Zimmer öfters gelüftet werden. Zimmertüre geschlossen halten.

  • Nach dem Bügeln lüften.

  • Auch bei Regenwetter lüften. Wenn es nicht gerade zum Fenster hereinregnet, ist die kalte Aussenluft trotzdem trockener als die warme Zimmerluft.

  • Luftbefeuchter sind fast immer unnötig und zudem noch ein bakterieller Gefahrenherd.

  • Bei neuen, besonders dichten Isolierglasfenstern häufiger lüften als früher. Auch dann spart man im Vergleich zum alten Fenster Heizenergie.

  • Ist es trotz sorgfältigem Lüften nicht möglich, die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu senken, ist der Einsatz eines elektrisch betriebenen Luftentfeuchters angebracht. Dabei gilt: Bei Temperaturen mehrheitlich über 15 Grad = Kondensationstrocknungsgerät, bei Temperaturen mehrheitlich von 0 – 15 Grad = Sorbtionstrocknungsgerät.

  • Grosse Aquarien und überdurchschnittlich viele Zimmerpflanzen stellen eine erhebliche Feuchtigkeitsquelle dar. Dies gilt es bei der Wohnungseinrichtung zu berücksichtigen.

Bemerkung

Werden diese Tipps befolgt, gelingt es praktisch immer, (auch bei leichten Baumängeln) die Schimmelsituation zu verbessern. (Ausgenommen Schimmelprobleme durch grössere Mengen eindringenden Wassers)

Weitere Informationen

BESCHREIBUNG

Beschreibung
Der Alptraum jeder hygienebewussten Hausfrau.

Hässlich und schmuddelig… aber glücklicherweise dank der geringen Ausbreitung selten ein Gesundheitsrisiko.

Typisches Schadensbild

Schwarze, grüne oder graue Flecken von Schimmel auf oder in der Silikondichtmasse oder dem Kitt von Fenstern oder sanitären Anlagen wie Badewannen oder Duschtassen.

Ursache

Durch Kondenswasser oder durch Baden und Duschen werden diese Fugen naturgemäß immer wieder mit Wasser benetzt. Intakte Fugen lassen diese Wassertropfen in der Regel abperlen. Mit der Zeit bilden sich aber in diesen Fugen altersbedingt kleine Risse. Das Wasser kann eindringen und bildet so zusammen mit Schmutz und Staub die Lebensgrundlage für Schimmel.

Weitere Ursachen

Staub- bzw. Schmutzablagerungen begünstigen den Schimmel.

Nachweismethode(n)

Optisch

Behebung
Sind die Flecken nur oberflächlich, kann es reichen, diese mit einem mit BioDes Schimmelbekämpfungsmittel getränkten Lappen gründlich abzureiben. Vor allem dann, wenn statt der Dichtmasse selber nur eine oberflächliche Staub- oder Schmutzschicht von Schimmel befallen ist.

In den meisten Fällen kommt man aber nicht umhin, die Fugen auszutauschen. Denn wenn der Schimmel sich erst einmal „eingefressen“ hat, kann man ihn praktisch nicht mehr entfernen.

In diesem Fall hilft nur die komplette Erneuerung der Fugen.

Idealerweise wird für die Neuverfugung speziell schimmelhemmende Kittmasse verwendet. Solche ist in jedem Baumakt erhältlich.

Möchte ein Fachmann zugezogen werden, leisten Fensterbauer oder Fliesenleger gute Dienste.

Sorgfältig erneuerte Fugen halten in der Regel wieder mehrere Jahre ohne Schimmelbefall.

Bemerkung

Zementfugen können ebenfalls Verschimmeln, jedoch ist die Entfernung des Schimmels wesentlich unproblematischer als bei Kitt- oder Silikonfugen. BioDes mit dem Pinsel auftragen und nach der notwendigen Einwirkzeit mit Seifenwasser und Fegbürste schrubben.

Weitere Informationen

BESCHREIBUNG

Beschreibung

Weniger häufig, aber dafür meist umso heftiger! Die verbreitete Bildung von Schimmelpilz nach Wasserschäden durch Hochwasser oder das heimtückische (und häufig lange unbemerkte) Einsickern von Wasser durch technische Defekte.

Typisches Schadensbild

Rätselhaftes Wachstum von Schimmel ohne klare Ursache z.B. an Decken oder Wänden, wobei augenscheinlich „kritischere“ Stellen wie z.B. Ecken nicht oder nur sekundär betroffen sind. Gerne in angrenzenden Räumen von Badezimmer oder Küche. Die Umrisse des Schimmels erinnern an Wänden oft an eine Pyramide. An Decken die Bildung von Wasserringen, welche zu deutlichen Farbunterschieden durch Chromatographieeffekte führen

Ursache

Einsickern von Wasser in Boden und Mauerwerk durch defekte oder falsch angeschlossene Wasserrohrleitungen, Abflüsse, defekte (Flach-) Dächer oder Dachrinnen. Besonders heimtückisch sind auch einfrierende Wasserleitungen in leer stehenden Wohnungen, da durch Eis gesprengte Wasserleitungen oft erst nach geraumer Zeit bemerkt werden.

Nachweismethode(n)
Optisch bzw. durch Ausmessen mit Feuchtigkeitsmessgeräten (Oberfläche-, Wand- und Materialfeuchte.) Da diese aber für Laien üblicherweise nicht verfügbar sind, hilft es, Spezialisten für Feuchtigkeitsschäden beizuziehen. Da Wasserschäden in den meisten Elementarschadenversicherungen gedeckt werden, sollte frühzeitig ein Schadensgutachter aufgeboten werden.

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Behebung
Da ein Wasserschaden durch diverse Ursachen entstehen kann, wird hier im Detail nicht näher darauf eingegangen. Grundsätzlich übersteigt der Aufwand aber die Möglichkeiten eines durchschnittlichen Heimwerkers, und es bietet sich an, einen Fachspezialisten (Sanitär, Dachdecker, Heizungsbauer etc.) bei zuziehen.

Nach Behebung der Schadensursache erfolgt eine z.T. recht langwierige Trocknung, bis der entsprechende Urzustand vor dem Schaden wiederhergestellt ist. Eine Intervention mit BioDes z.B. durch eine Aerosolvernebelung kann helfen, das Schimmelwachstum vorübergehend zu stoppen und Zeit zu verschaffen.

Erst dann kann mit einer umfassenden Schimmelbehandlung begonnen werden. Dabei werden die befallenen Stellen desinfiziert und der Schimmel fachgerecht entfernt.

Bemerkung

Sofern die Quelle beseitigt und der Schimmel fachgerecht entfernt ist, treten in der Regel keine Probleme mehr auf. Achtung: Wasserschäden ziehen meist ausgedehnte Schimmelschäden nach sich. Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall, bei einem Wasserschaden Fachleute bei zuziehen. Da Wasserschäden in den meisten Elementarschadenversicherungen gedeckt werden, sollte auch frühzeitig ein Schadensspezialist der Versicherung aufgeboten werden.

Weitere Informationen

BESCHREIBUNG

Beschreibung

Oft ein schleichendes, nicht immer sofort erkennbares Problem. Kann auch nur sporadisch (z.B. nach überdurchschnittlich heftigen Regenfällen) auftreten.

Typisches Schadensbild

Schimmelbildung entlang den Fußbodenleisten, oft noch einige Zentimeter darüber. Der Schimmel beschränkt sich nicht auf Ecken, sondern umlaufend den Kanten entlang. Wird oft nur aufgrund des Geruchs entdeckt.

Ursache
Grundsätzlich kommen mehrere Ursachen in Frage. Diese zu unterscheiden ist sehr schwierig und oft nur mit dem Ausschlussverfahren möglich)

  • Aufsteigende Bodenfeuchte oder Hangwasser. Dabei saugt sich das Mauerwerk mit Grundwasser wie ein Schwamm voll und die Feuchtigkeit wird nach oben transportiert. Häufig bei defekter, falsch angebrachter oder oder fehlender Mauerabdichtung. Bei genügend trockener Luft verdunstet das Wasser wieder, es kommt lediglich zu Verfärbungen (Chromatographieeffekt) und/oder zu Salzausblühungen*

  • Neubaufeuchte: Beim Betonieren eines Neubaus wird konstruktionsbedingt sehr viel Wasser in die Bausubstanz eingebracht. Wird diese nicht ordnungsgemäss getrocknet bzw. Fussboden und Sockelleisten zu früh montiert, bildet sich Schimmel unter dem Fussboden – welcher aber nur an den Sockelleisten sichtbar wird

  • Defekte Bodenheizungsschläuche: Dabei tritt Wasser aus den Heizungsrohren aus und führt zu einer Durchfeuchtung des Bodens. Der Schimmelpilz kann danach auch unterhalb des Bodenbelages gedeihen.

Nachweismethode(n)
Messen von Materialfeuchte, evtl. Einsatz eines Leckortungsgerätes. In der Regel für Laien nicht praktikabel, deshalb ist ein Fachmann bei zuziehen.

* Salzausblühungen: Folgende Indizien deuten auf Salzausblühungen statt auf Schimmelpilze hin:

  • Weisse oder graue, flauschig-kristalline Struktur, pulverig. Oft fallen Kristalle ab und zu Boden, wo sie dann sichtbare Salzhäufchen bilden

  • Löslichkeit in Wasser: eine Prise zwischen angefeuchtetem Daumen und Zeigefinger löst sich praktisch rückstandslos auf, wobei ein kühlender Effekt bemerkt werden kann. Schimmelpilze hingegen schrumpfen zwar zusammen, bleiben aber deutlich bestehen und fühlen sich zwischen den Fingern in etwa so an wie Spinnweben

Behebung
Durch bauliche Maßnahmen wie z.B. abdichten mit Folie, Kunststoffinjektionen etc. Solche können in der Regel durch Laien nicht vorgenommen werden und es sind Fachleute erforderlich.

Ist die Ursache behoben, kann die fachgerechte Trocknung und anschließende Sanierung des Schimmelbefalles Angriff genommen werden.

Weitere Informationen

BESCHREIBUNG

Beschreibung

Feuchte und graue Kellermauern, speziell in älteren Gebäuden und/oder Luftschutzbauten

Typisches Schadensbild
Ein noch häufigeres Indiz als sichtbarer Schimmel ist ein deutlich wahrnehmbarer, muffeliger Geruch. Dieser tritt schon auf, wenn Kellerwände (noch) nicht stark von Schimmelpilzen bewachsen sind.

Ansonsten ausgedehnte, meist sehr gleichmäßige Fleckenbildung auf der ganzen Kellermauer. Natursteinmauern sind tendenziell häufiger betroffen als Betonmauern.

Ursache

Die häufigste Ursache ist aufsteigende Bodenfeuchtigkeit, wegen falscher, defekter oder fehlender Abdichtung (Naturkeller) – gefolgt von falschem Lüften während der Sommerzeit: Dauerhaft geöffnete Fenster führen dann im Keller oft zu Problemen, weil warme und feuchte Außenluft (vor allem bei schwülheißem Hochsommer wetter) im kühleren Keller kondensiert.

Nachweismethode(n)

Durch Messen der Wandfeuchtigkeit kann zwischen Material- und Oberflächenfeuchte unterschieden werden. Dies gibt dann einen Hinweis auf die Ursache (eindringendes Wasser – Kondenswasser). Da diese Messungen normalerweise die Möglichkeiten eines Laien übersteigen, lohnt es sich, einen Fachmann für Feuchtigkeitsfragen zuzuziehen.

Behebung
Nach der sicheren Diagnosestellung erfolgt die Sanierung des Schimmels.

Je nach Ausmass des eindringenden Wassers sind evtl. zusätzlich bauliche Maßnahmen erforderlich. In den meisten Fällen genügt aber der regelmäßige Einsatz eines leistungsfähigen Luftentfeuchters, um dem Problem entgegenzuwirken.

Bemerkung
Meist ist nach der Schimmelsanierung eine Beeinflussung des Klimas durch ein Luftentfeuchtungsgerät notwendig, um den Erfolg langfristig sicherzustellen.

Bei der Anschaffung eines Luftentfeuchtungsgerät ist es notwendig, den künftigen Temperaturbereich im Auge zu behalten. Temperaturen 0- 15 Grad: Sorbtionstrockner, 15 Grad + = Kondenstrockner

Weitere Informationen

BESCHREIBUNG

Typisches Schadensbild
Meistens sind Dicht- und Dämmmaterialien an Decke und Wänden betroffen. Ein „typisches“ Schadens bild gibt es zwar nicht, aber häufig ähnelt es dem Schadens bild, welches bei zu hoher Luftfeuchtigkeit entsteht. Schimmelpilzbefall durch falsches Lüften/Heizen (zu hohe Luftfeuchtigkeit allgemein (siehe: Schimmelpilz und Luftfeuchtigkeit).

Befindet sich der Schimmel in erster Line auf Fussbodenniveau, sollte die Ursache auch unter aufsteigender Feuchte/Hangwasser gesucht werden (siehe: Schimmel an Fußbodenleiste).

Ursache

Speziell im Winter werden oft feuchte, mit Schnee bedeckte Fahrzeuge in der Garage abgestellt. In der gut gemeinten Absicht, die Temperatur etwas zu erhöhen, werden dazu noch allfällig vorhandene Fenster dicht geschlossen.

Weitere Ursachen

Gerne werden Garagen mit Holzspan-Zementplatten gedämmt. Sind diese erst einmal feucht, bilden sie eine gute Wachstumsgrundlage für Schimmel.

Nachweismethode(n)
Meist hilft schon ein einfaches Thermo-Hygrometer, mit dem sich die Luftfeuchtigkeit einschätzen lässt.

In 1m Höhe in der Raummitte sollte die durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit nicht mehr als 60% betragen.

Behebung
Je nach Grösse und Art der befallenen Fläche kann der Schimmel gut selber behoben werden.

Zur dauerhaften Behebung müssen außerdem weitere Maßnahmen ergriffen werden, wie Luftentfeuchter (Funktionstyp beachten, bei niedrigen Temperaturen Sorbtionstrockner verwenden) oder aktive/passive Lüftung.

Weitere Informationen

BESCHREIBUNG